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Absackstutzen : Ist ein Stutzen ,der am Ende eines Laufrohres sitzt, und an dem mittels einer Lederschnalle, Haken oder eines Holzkeils ein Sack befestigt wird

 

Asinarius : Kaum noch gebräuchliche Bezeichnung für die durch Esel angetriebenen Göpelmühlen

 

Aspirateur : Reinigungsgerät in vielerlei Varianten, das durch angesaugte Luft das Mahlgut sortiert und vor allem sauber entstaubt

 

Aufhelfer: Gewindestange, mittels der der Stegbaum mit der Lagerpfanne des Mühleisens zur Veränderung des Mahlsteinabstands hinaufgekurbelt werden kann; oft auch Lichtwerk genannt

 

Ausstreifen : So nennt der Müller die Beförderung des Mahlgutes vom Steinauge über die Mahlbahn durch die Steinfurchen bis über den Rand des Steinpaares

 

Berufskrankheiten der alten Müller : Rheuma, chronische Bronchialkatarrh, Staublunge, Tuberkulose (Tbc), Schwerhörigkeit, Gicht, Wirbelsäulendeformation usw

 

Beutelkiste : Erste mechanische Vorrichtung zum Aussieben des Mehls. Das Mahlgut lief in einen lose und schräg aufgehängten Beutel aus feinen Tuch. Mittels eines Schlägers wurde das feine Mehl aus dem Beutel herausgeschlagen. Später durch Sichter mit starren Siebtrommeln, bespannt mit Seidengaze, verdrängt

Billhammer : Werkzeug zum Schärfen des Mühlsteins

 

Bodenstein : Unterer Mühlstein, der fest auf dem Boden ruht

 

Bütte : Tonnenförmige hölzerne Abdeckung der Mühlsteine beim Mahl / Schrotgang.

Auch Wanne, Zarge oder Steinsarg genannt. Zylindrische, schützende Holzkästen, mit denen Mahl- und Schrotgang auch aus Sicherheitsgründen umkleidet sind

 

Bunkel : Getrieberad, Gegenstück zum Kammrad, Durchmesser = 1,2 - 1,5 Meter

 

Bürstmaschine : Reinigungsmaschine; reinigt durch seine Bürsten den Staub und Dreck aus den feinen Riefen der Getreideschale

 

Dreiangel, Haue : Dreiarmiges Eisenstück das auf dem Mühleisen sitzt und den Läuferstein trägt

 

Drilling : Getriebeteil mit Stecken, in die die Zähne eines Kammrades eingreifen

 

Elevator : Becherwerk nach dem Paternostersystem. Erfindung des amerikanischen Mühlenbauers Oliver Evans um 1790. Die ersten Becher bestanden aus Leder, ab 1860 aus Blech. Diese geniale Idee erlöste den Müller vom Säcke schleppen und wurde erst in unseren Tagen durch die pneumatische Förderung abgelöst

 

Franzose : Hierbei handelt es sich um einen Naturmahlstein (Süßwasserquarz) der in La Ferte`Sous- Jouarre (Frankreich) gebrochen wurde. Die Steine wurden in einem Stück aber auch in Stücken gebrochen und dann zu einem Mahlstein zusammengesetzt

 

Gemahl : Heißt das Mahlgut nach dem Durchlaufen des Schrot-, des Mahlganges oder des Walzenstuhls

 

Glück zu : Lautet der gepflegte Standesgruß der Müller

Grobmüllerei : Allgemein üblicher Begriff für die Herstellung von Back und Futterschroten. Produkte die meistens nicht abgesichtet werden

 

Grießputz- Maschine : Maschine zum Auslesen von gleich großen Grießteilchen

 

Grundwerk : Gerinne, in dem das Wasserrad läuft

 

Handdienste : Pflicht der Mühlengäste zu Zeiten des Mühlenzwanges, bei Reparaturen an der Mühle zu helfen

 

Haue : Es gibt Balancierhauen (2-tlg.) und es gibt feste Hauen (2,3,4-tlg.) Die Haue überträgt die Drehung des Mühleisens auf den Läuferstein

 

Heuer : Pacht, Pachtzahlung

 

Kamm : "Zahn" eines Rades im Mühlengetriebe

 

Kammrad : Erstes Getrieberad einer Mühle mit axial angeordneten Kämmen, Grundformen Stirn- oder Kronrad, Durchmesser = 2 - 3 Meter

 

Kämme : Allgemeiner Begriff für "Zähne" im Mühlenbau

 

Katzenstein : Halslager der Mühlenwelle aus einem weichen, ölhaltigen Schieferstein

 

Kleiekotzer : Auslauf des Beutelkastens an der Vorderwand, an dem oft auch aus Aberglaube eine aus Holz geschnitzte Fratze mit großem offenen Mund angebracht ist

 

Kraushammer : Ein auf beiden Seiten viereckiger gekreuzter Hammer, zum Abschlagen von Erhöhungen auf dem Mahlstein vor dem Schärfen

 

Kronrad : Getrieberad, Gegenstück zum Kammrad, Durchmesser = 1,2 - 1,5 Meter

 

Läuferstein : Auch Oberstein genannt. Im Mahlgang /Schrotgang der sich auf dem Bodenstein drehende Mühlstein. Durch die Drehung dieses Steines wird das Getreide zwischen Läufer- und Bodenstein zerrieben

 

Magnet- Apparat : Ist ein kleiner Apparat, der vor der Getreidereinigung sitzt, durch den Magnet - Apparat fließt das ungereinigte Getreide, eventuelle Eisenteile bleiben an dem Apparat hängen. Der Magnet muss ab und an herausgenommen und gesäubert werden

 

Mahlgang: Zerkleinerungsmaschine, in der Mahlgut durch horizontale, sich gegeneinander bewegende runde Steine zerrieben  und zerkleinert wird

 

Mahlbalken : Heißen die Flächen zwischen den Haupt- und Nebenfurchen der Mühlsteine

Mahlstuhl: Holzgestell, das den Mahlgang trägt. Das Getriebe befindet sich darunter

 

Mehlpfeife : Eine Holzrutsche zum Absacken von Backschrot

 

Molinologie : Ist die Bezeichnung für die internationale Lehre von der Herkunft, dem Vorkommen, der Einrichtung und der Funktion besonders der alten Wind- und Wassermühlen

 

Mühleisen : Verlängerung der Antriebsspindel unterhalb des Mahlganges, trägt den Läuferstein

Auf den Diebstahl des Mühleisens stand in früheren Zeiten die Todesstrafe

 

Natursteine : Es gibt verschiedene Steinmaterialien wie den Sandstein, Süßwasserquarz, Trachit, Basalt, Granit und den Porphyr

 

Netzschnecke : Förderschnecke mit Wasseranschluss, zum Anfeuchten von Getreide vor z.B. dem Quetschvorgang bei Roggen damit er nicht bricht

 

Querne : Einfache Handmühle, Urform des Mahlganges. Mit der Entwicklung des Mühlenzwanges abgeschafft zugunsten der Grund- und landesherrlichen Wasser- und Windmühlen

 

Quetsche : Eine Maschine, in der mit Hilfe von zwei Walzen Getreideprodukte angequetscht werden, z.B. Haferflocken entstehen oder Hafer für Pferdefutter angequetscht wird

 

Radschauer : Überdachter Anbau für das Wasserrad

 

Radstuhl : Hölzerner Bock, auf dem das Wasserrad gelagert ist

 

Radwelle : Bei Wassermühlen die große Antriebswelle, auf das sich das Wasserrad befindet. Ursprünglich in Holz, später in Metall

 

Reinigung : Sammelbegriff für eine Vielzahl von Maschinen, die zur Reinigung des Brotgetreides dienen

 

Roßmühle (auch Göpel) : Ein mit Pferden betriebenes Mühlenwerk

 

Rüttelschuh : Hin- und her gehende Rutsche, die das Getreide vom Trichter zu den Mühlsteinen befördert. Das dadurch entstehende Geräusch erzeugt das "Klappern der Mühle"

 

Schaufelkammern : die Schaufeln bei ober- und rückenschlächtigen Rädern sitzen zwischen dem Wangen der Felgen und bilden Kammern, die sich mit Wasser füllen

 

Schälmaschine : Dient zum Abschälen der Holzfaser des Brotgetreides

 

Schiffmühle : Schwimmende, am Ufer vertäute Mühle auf Flössen, vom Altertum bis ins 18. Jahrhundert gebräuchlich

 

Schlegel : Überträgt rüttelnde Bewegung vom Mühlstein auf dem Rüttelschuh

 

Sichten : Das Trennen verschiedenartiger Teile des Mahlgutes voneinander, etwa Kleie von Mehl und Grieß oder Mehl von Dunst. Die verschiedenen Teile zeigen entweder eine unterschiedliche Größe oder eine unterschiedliche Dichte

 

Sichter : Die Sichtmaschinen haben die Aufgabe, das von den Mahlsteinen oder den Walzen zerkleinerte Getreide nach Größe und Feinheit zu sortieren und zu sichten. Als feinstes Produkt entsteht dabei der Dunst und das Mehl, das sofort abgezogen werden muss. Die gröberen Teile z.B. grober und feiner Grieß, Schrot und Kleie werden anschließend nochmals vermahlen und wieder gesichtet usw.

 

Es gibt verschiedene Sichtertypen, wie z.B. Plansichter, Wurfsichter Zentrifugalsichter, Sechskantsichter, Bürstensichter, Rundsichter, Beutelkasten. Die Entwicklung dabei:

 

1276 erste Sichtung mit Wollbeuteln

1502 erste mechanische Beutelkiste

1785 Erfindung des Sechskantsichter

1850 Erfindung des Zentrifugalsichter

1888 Erfindung des freischwingenden Plansichter 

ca. 1900 Aufkommen des Wurfsichter

 

Speicher : Tragende Verbindungen zwischen Radnabe und Felgenkranz in Form von Brettern, Bohlen, Latten, Balken oder Eisenprofile

 

Spitzgang : Diente zum Abschälen der Holzfaser und des ölhaltigen Keimes vom Brotgetreide; Vorläufer der Schälmaschine

 

Staubmühle : Einfache handbetriebene Getreidereinigung

 

Steingang : Allgemeiner Begriff für Mahlwerkzeuge mit Steinen in der Getreidemüllerei. Unterschieden wird nach Mahlgang, Schrotgang und Graupengang

 

Steinkran : Galgenartige Vorrichtung aus Holz, mit der der Läuferstein vom Gang abgehoben werden kann 

Steinbicke : Ein flach zulaufender, scharfer handgeschmiedeter Hammer zum Einschlagen der Furchen und der Sprengschärfe auf den Mahlsteinen

 

Steinsieb : Sieb dessen Siebstärke ungefähr 0,8-1,2 cm beträgt. Das Getreide fällt durch das Sieb und die größeren Steine bleiben liegen

 

Stirnrad : Großes Getrieberad mit Kämmen an der Stirnseite, Verteiler für die verschiedenen Kraftabnahmen

Durchmesser 2,5-3,5 Meter

Stockmühle : Kleine Mühle mit waagrechtem Wasserrad

 

Stockrad : Aus zwei Scheiben bestehendes Getrieberad passend zum Stirnrad. Hier heißen die Kämme "Stöcke" 

Durchmesser 0,9-1,1 Meter

 

Transmission : Eine lange Welle die einen Zentralen, in den Umdrehungen gleichmäßigen Antrieb hat. Von der Welle aus können nun mittels Riemenscheiben, die auf die Welle geschraubt werden über Treibriemen andere Maschinen angetrieben werden

 

Transport- Schnecke : Ist eine konische (Archimedische) Schnecke mit der Getreide, Mehle, Schrote oder aber auch Wasser in allen Lagen über längere Strecken transportiert werden können

 

Trichter : oder auch Gosse auf dem Mahlgang / Schrotgang befindliche Einfüllvorrichtung, die als Auffangbehälter für eine bestimmte Menge Getreide dient

 

Trieur : Rundkornausleser, trennt die runden Unkrautsamen von den länglichen Getreidekörnern, 1844 in Frankreich erfunden

 

Walzenstuhl : Nachfolger des Steinmahlganges. Das Getreide wird über zwei geriffelte, mit unterschiedlicher Geschwindigkeit gegeneinander laufende Metall oder Porzellanwalzen vermahlen

 

Wasserrad : 

a.)  oberschlächtig ("schlächtig" von Aufschlagen des Wassers auf die Schaufeln): Zuführung des Betriebswassers durch ein oberhalb des Rades liegendes Gerinne. Das Wasser wirkt in der Hauptsache durch sein Eigengewicht

b.)  unterschlächtig: Das Wasser wirkt durch die Strömungsgeschwindigkeit auf die unteren Schaufeln des Wasserrades

c.)  mittelschlächtig: Wie unter a), nur trifft das Wasser etwa in Höhe der Achse auf das Rad. Hier werden durch einen entsprechenden Wasserumlauf das Eigengewicht und die Strömungsgeschwindigkeit ausnutzen

 

Wehr : Verbauung in einem Gewässer, um einen Teil des Wassers in den Mühlenkanal zu leiten

 

Wellbaum : kräftige horizontale, hölzerne Radachse des Wasserrades. Aus Eisen gefertigt: Radwelle

 

Zarge : runder Kasten, der das Mahlwerk umschließt und das am Umfang der Steine austretende Mehl auffängt

 

Zyklon : ein Apparat zur Staubabsaugung

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